Wenn Sie sich auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten, rechnen Sie auch mit kritischen Fragen, die Schwachstellen in Ihrem Lebenslauf berühren. Halten Sie Antworten und Begründungen bereit - aber wittern Sie nicht zu kritisch hinter jeder Frage gleich eine Falle.
Bleiben Sie so wie Sie sind. Es gibt keinen Grund zur Nervosität: SIE wurden ja eingeladen - also ist bereits eine positive Vorentscheidung gefallen.
Hören Sie aufmerksam zu, fragen Sie ruhig, wenn Sie etwas nicht ganz verstehen und stellen auch Sie ab und zu Fragen, aber unterbrechen Sie den Gesprächsführer nicht.
Suchen Sie im Gespräch Blickkontakt. Das signalisiert Offenheit, Vertrauen, Verständnis und zeigt, dass Sie nichts zu verbergen haben.
Drücken Sie sich klar, natürlich und sachlich aus. Sprechen Sie nicht zuviel und beantworten Sie nicht mehr als Sie gefragt werden - so laufen Sie kaum Gefahr, Nachteiliges mitzuteilen.
Sprechen Sie nicht schlecht über Ihren derzeitigen Arbeitgeber, Ihre Vorgesetzten und Kollegen.
Lassen Sie sich zur heiklen Gehaltsfrage nicht sofort festnageln. Sprechen Sie von Ihren Rahmenvorstellungen oder spielen Sie eher den Ball zurück mit der Frage: "Was ist Ihnen oder Ihrer Unternehmung meine Arbeitskraft für diese Tätigkeit wert?" Geben Sie allenfalls Ihr derzeitiges Gehalt als Bezugsgrösse an.
Möglicherweise wünscht man von Ihnen eine Handschriftprobe. Dafür schreiben Sie zirka 15 Zeilen, das Datum immer mit Ziffern und schliessen Sie mit Ihrer Unterschrift. Wert und Bedeutung graphologischer Gutachten sind umstritten und reichen von Ablehnung bis zur Graphologie-Gläubigkeit.
Sagen Sie ruhig, wenn Ihnen die angebotene Stelle gefällt und dass Sie sich dafür interessieren. Aber entscheiden Sie definitiv erst nach einer kurzen Bedenkfrist. Ein- oder zweimaliges Überschlafen dokumentiert Entschlussfreudigkeit.
Sie dürfen sich nicht gleich entmutigen lassen durch allfällig negative Spontan-Eindrücke: Auch in alten Gebäuden kann ein jugendlicher Geist herrschen - ist Ihnen ein Personalchef auch nicht unbedingt sympathisch, Ihr direkter Vorgesetzter kann das genaue Gegenteil sein!